5 Jahren haben wir dieses Restaurant eröffnet – mit der Illusion zu kochen, zu teilen und einen kleinen Tempel aus Geschmack und Musik zu schaffen. Am Anfang haben wir alle Reservierungen selbst verwaltet, bis wir unseren großen Feind entdeckten: den No-Show.
Zuerst versuchten wir Ordnung zu schaffen: ab 4 Personen baten wir um eine Kreditkarte. Später haben wir es auf 5 erhöht. Warum? Weil eine Gruppe, die nicht erscheint, nicht nur ein leerer Tisch ist: es bedeutet zusätzliches Personal, Mise en Place, frische Produkte, die im Müll landen … und ja, viel Schaden für ein unabhängiges Restaurant.
Wir haben Beschwerden erhalten, schlechte Google-Bewertungen, sogar Ärger, weil wir „eine Karte“ verlangen. Aber am Ende geht es nicht ums Geld: es geht um Respekt.
Eine Reservierung abzusagen, kostet nichts. Anzurufen ist kostenlos. Aber nicht zu erscheinen – das kostet uns Kraft, Nerven und trägt Schritt für Schritt dazu bei, dass in Hamburg Restaurants schließen.
Wir verstehen, dass jemand krank werden kann – das passiert. Was weh tut, ist, wenn man den Gast am Telefon hört: gesund, munter, beim Essen in einem anderen Restaurant – ohne auch nur eine Entschuldigung.
Das hier ist kein Klagen. Es ist eine Erinnerung: Wenn ihr Gastronomie, Kunst und kleine Orte liebt, die in dieser Stadt überleben, zeigt bitte Rücksicht.
Respekt nährt auch...